Pflege der Landtechnik

Vom 24.-26.10.2017 wurde von Cristian Bachnicke (DEULA Nienburg) im ADFZ ein Seminar zum Thema "Pflege der Landtechnik" durchgeführt, in dem der Referent seine umfangreichen praktischen Erfahrungen zu Fragen wie richtige Einwinterung und Vorbereitung der Technik auf die nächste Kampagne vorstellte.

Der erste Tag fand im Seminarraum des ADFZ statt. Hierbei ging der Referent sehr umfassend auf die theoretischen Grundlagen der Thematik ein, ergänzt wurde sein Vortrag in der Lehrwerkstatt mit praktischen Bezügen zu verschiedenen Landmaschinen und Bauteilen. Die Seminarteilnehmer nutzen besonders den praktischen Teil dazu, ihre ganz persönlichen Erfahrungen miteinander auszutauschen, dadurch bekam das Seminar eine sehr interaktive Atmosphäre.  

Am 25. und 26. Oktober wurden Seminare direkt auf den Betrieben "FK LTD" (Oblast Cherkassy), "Olstas Lion", "Biokard Agro" (Oblast Chernigiv) durchgeführt. Die Teilnehmer in solchen betriebsbezogenen Unternehmen sind immer anspruchsvoll und auch diese Seminare machten da keine Ausnahme. Cristian Bachnicke verfügte aber über einen großen Pool an theoretischem Wissen und praktischen Fertigkeiten, um alle Fragen eine erschöpfende Antwort zu geben.

Pflanzenschutz: Bonitur und Pflanzenschutzmittel

"Voraussetzungen für einen effektiven und umweltschonenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sind umfassende Kenntnisse über die Mittel, ihre Einsatzzeiten und die Anwendungsvorschriften", - mit dieser Kernaussage wurde zu diesem Seminar eingeladen. Referent Peter Höper verfügt über diese Kenntnisse und vermittelte diese vom 07. bis 08. November im ADFZ den anwesenden Seminarteilnehmern.

Es waren 2 sehr konstruktive Tage, die angereisten Fachleute stellten jede Menge themenbezogener und zeitnaher Fragen. TOP-Themen des Seminars waren Wachstumsregulatoren, Insektizide, Fungizide, Herbizide und deren Einsatz in den jeweiligen Entwicklungsphasen verschiedener Pflanzen. Mit großem Interesse wurde von den Seminarteilnehmern Thema "Umweltschonender Pflanzenschutz" wahrgenommen.

Im Verlauf des Seminars präsentierte auch Aleksei Bodrov, Vertreter und Experte des ADFZ-Wirtschaftspartners STEFES seine praktischen Erfahrungen zu obengenannten Themen.

Auf Grund der schlechten Wetterbedingungen war es nicht einfach, einen praktischen Teil durchzuführen, aber eine Stunde aktiver Arbeit auf dem Feld wurde dennoch durchgeführt und von Teilnehmern sehr positiv bewertet.

Bodenanalyse

Ein Seminar zu diesem Thema wurde vom ADFZ nicht zum ersten Mal angeboten, aber auch diesmal zeugten die schon Wochen vorher ausgebuchten Plätze von der enormen Nachfrage. Wirklich überraschend war das aber eigentlich nicht, da Helge Beckurs bereits 4 Seminare im ADFZ zu diesem Thema geleitet hat, die immer bis auf den letzten Platz belegt waren.

Die Schwerpunkte dieses Seminars waren:

  • Verschiedene Möglichkeiten der fachgerechten Entnahme und Analyse von Bodenproben
  • Interpretation der Analyseergebnisse
  • Erstellung von Ertragskarten und Nutzung der Daten für eine gezielte Ursachenforschung in Niedrigertragszonen
  • Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für zukünftige teilflächenspezifische Bewirtschaftungsmaßnahmen.
  • Einteilung von Bodenzonen mittels Leitfähigkeitsmessung
  • Darstellung von Bodenarten anhand eigener Untersuchungsergebnisse

Die anwesenden Seminarteilnehmer stellten dem Referenten besonders viele Fragen zu Möglichkeiten der Verbesserung der Arbeitsprozesse auf ihrem Betrieb und bekam stets sehr ausführliche Antworten.

In der Nachbesprechung zum Seminar stellte Helge dem ADFZ-Team bereits neue Ideen für ein Folgeseminar vor, welches vom 30.-31.01.2018 geplant ist.

Produktion von qualitätsgerechtem Grobfutter 

Neben den Seminaren zu agronomischen Themen soll im kommenden Jahr auch die Tierhaltung ein Bestandteil des Ausbildungsprogramms des ADFZ werden. Der wichtigste Schnittpunkt zwischen Ackerbau und Rinderhaltung ist die qualitätsgerechte Produktion von Grobfutter und zu diesem Thema fand am 28. und 29. November erstmalig ein Seminar im ADFZ statt. Als Referent konnte Tino Hochmuth gewonnen werden, der über sehr umfassende Kenntnisse sowohl auf dem Gebiet der Rinderfütterung als auch der richtigen Ernte und Konservierung von Grobfutter verfügt.

Trotzt schlechtem Wetter und hoher Arbeitsbelastung in ihren Betrieben waren 19 Spezialisten aus der ganzen Ukraine zum Seminar gekommen und haben es nicht bedauert, diese 2 Tage der eigenen Weiterbildung zu widmen. Dem Referenten ist es sehr gut gelungen, den Einfluss der Grobfutterqualität nicht nur auf Produktionsvermögen und Gesundheit der Rinder, sondern auch auf die Ökonomie der Milchproduktion darzustellen.

Auch ein praktischer Teil gehörte zum Seminar, in dem am Beispiel verschiedener Futtermittel die sensorische Qualitätsbeurteilung und die Strukturkontrolle mittels Schüttelbox vermittelt und geübt wurden.

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