Im Zeitraum von 13.-17. November 2017 wurde durch das ADFZ eine Fachinformationsfahrt für ukrainische Landwirtschaftsexperten nach Deutschland organisiert. Der Termin war so gewählt, dass die weltweit größte Landtechnik-Messe „Agritechnica“ im Mittelpunkt der Reise stand.

Das übergeordnete Thema für die Reise war „Moderner Pflanzenschutz in der Landwirtschaft“ und dementsprechend wurden auch die Exkursionsteilnehmer eingeladen: Mitarbeiter von „Agroosvieta“ und Institut LP gehörten genauso dazu wie Agronomen von Landwirtschaftsbetrieben und Vertreter unserer Wirtschaftspartner STEFES und CLAAS (Konkord).

Die Fahrt begann am 13. November in aller Frühe am Flughafen Kiev-Borispol und bereits gegen Mittag wurde die DEULA-Schule in Nienburg erreicht. Hier wurde der Gruppe für die kommenden Tage Unterkunft und Verpflegung gegeben und das in höchster Qualität. Obwohl weitere 9 ausländische Delegationen und viele Kursteilnehmer zeitgleich dort untergebracht waren, wurden alle Gäste hervorragend betreut und verpflegt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DEULA Nienburg.

Mit Ankunft und Mittagessen war aber der 1. Tag noch nicht zu Ende, am Nachmittag übernahm DEULA-Lehrer Harm True die Betreuung, erläuterte Ziele und Aufgaben der DEULA und widmete sich dann dem Schwerpunkt „Spritzen-TÜV“.  Dabei nahm er sich viel Zeit, die Test-Geräte zu erläutern und vorzuführen und auch die vielen Fragen der Gruppe zu beantworten.

Der Folgetag gehörte der „Agritechnica“ und Alexander Zein vom ADFZ hatte bereits die vorangegangenen Tage genutzt, um Fachgespräche bei verschiedenen Ausstellern zu organisieren.  Begonnen wurde der Rundgang bei der belgischen Firma AAMS Salvarani BVBA, die eine breite Palette von Geräten zur Spritzen-Prüfung vorstellte, und in der Folge wurden die ADFZ-Wirtschaftspartner LEMKEN und HORSCH auf ihren beeindruckenden Ständen besucht. Mitarbeiter dieser Firmen nahmen sich sehr viel Zeit, um der ukrainischen Delegation ihre Neuigkeiten und Innovationen im Bereich Pflanzenschutztechnik zu präsentieren und auch die Abläufe bei Überprüfung und Zertifizierung ihrer Geräte vor dem Verkauf zu erklären. Der Nachmittag wurde von den Teilnehmern genutzt, um die Messe entsprechend ihrer ganz persönlichen Interessen zu besichtigen.

Am Mittwoch begann der Tag sehr früh – es galt, einige hundert Kilometer durch Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu bewältigen. Erstes Ziel war Schlanstedt im Landkreis Harz, Sitz der Strube Saatzucht GmbH und Co. KG. Theodor von Hahn gab einen Überblick über die Geschichte der Firma, die Zuchtphilosophie und die zahlreichen nationalen und internationalen Aktivitäten der Firma. Beim anschließenden Besuch des Landwirtschaftsbetriebs legte Betriebsleiter Johannes von Laer besonderen Wert auf Lagerung und Umgang mit PSM im Betrieb, Sachkundenachweis für Mitarbeiter und Spritzen-TÜV.

Nachdem uns das Unternehmen auch noch zu einem schmackhaften Mittagessen eingeladen hatte, ging es weiter nach Drohndorf /Aschersleben zur Betriebsgemeinschaft Killian-Horsch.

Trotz der enormen Arbeit auf seinem 1500-ha-Betrieb nahm sich Eigentümer und Betriebsleiter Klaus Killian viel Zeit, um der Gruppe sein Unternehmen vorzustellen. Wir hatten das große Vergnügen, einen sehr bodenständigen und sachkundigen Agronomen kennenzulernen, der nicht allein Getreide anbaut, sondern auch Saatgut produziert. Aber nicht nur für Getreide, sondern auch für Sonderkulturen wie Speiseerbsen, Fenchel und Kümmel.

Am letzten Tag der Exkursion ging es noch einmal zur „Agritechnica“, diesmal zum Stand der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Dr. Stefan Lamprecht vom Pflanzenschutzamt Hannover war unser Gastgeber und gab in einer sehr intensiven Diskussion ausführliche Antworten auf alle Fragen zu den gesetzlichen Vorschriften im Bereich Pflanzenschutz und zu den Anforderungen an die regelmäßige Fortbildung von Spezialisten für Pflanzenschutz in deutschen Landwirtschaftsbetrieben.

Die gesamte Gruppe möchte sich bei all unseren Gastgebern bedanken: für das freundliche Willkommen,  die Gastfreundschaft und die vielen Fachinformationen, die wir mit in die Ukraine nehmen konnten.

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