Das Projekt

Durch die fruchtbaren Böden und die großen Ackerflächen besitzt die Ukraine ein enormes landwirtschaftliches Potenzial, kann dieses bislang aber nicht effizient nutzen. Einer der Gründe hierfür liegt in der schlechten Ausbildung des Personals im Agrarsektor. Die Hoch- und Berufsschulen sind seit Jahrzehnten unterfinanziert und können keine zeitgemäße Ausbildung anbieten. Technik und Methodik sind häufig veraltet und entsprechen nicht heutigen Standards.

Die Agrarunternehmen versuchen das Problem zu beheben, indem sie selbst Fortbildungen für ihre Mitarbeiter anbieten, stoßen aber auch hier auf das Problem der geringen Anzahl guter Ausbilder.

Das Agrardemonstrations- und -fortbildungszentrum (ADFZ) bietet praxisnahe Fortbildungen in moderner und nachhaltiger Landwirtschaft an, um die ukrainische Landwirtschaft effizienter zu machen. Internationale Maschinenhersteller stellen dem ADFZ Landtechnik zur Verfügung, um die Fortbildung an modernen Maschinen sicherzustellen.

Projektziele und Aktionsbereiche

Das ADFZ setzt drei Instrumente ein, um diese Situation zu verbessern.

Erstens werden Lehrgänge und Schulungen angeboten, die sich an Fach- und Führungskräfte des Agrarsektors sowie an Berufsschullehrer und Studenten richten. Bisher ist es so, dass Unternehmen der Agrarbranche sich aufgrund der geringen Qualifizierung in Ausbildung und Hochschulbildung gezwungen sehen, Mitarbeiter selbst auszubilden.

Zweitens werden mit Hilfe von internationalen Wirtschaftspartnern, die Landtechnik und Sachmittel zur Verfügung stellen, die Schulungen praxisnah gestaltet und ein Demonstrationsfeld angelegt. Die dort stattfindenden Feldversuche sollen nicht nur die Fortbildungen anschaulich gestalten, sondern auch Vorteile einzelner Anbaumethoden zeigen. Die Agrarflächen werden vom Partnerinstitut „Leonid Pogorilyy“ gestellt.

Drittens findet einmal jährlich ein Feldtag statt, der der Technikdemonstration und der Präsentation von Versuchsergebnissen dient. Einem breiten Publikum wird das ADFZ Methoden und Vorteile moderner und nachhaltiger Landwirtschaft demonstrieren.

Projektpartner und Kooperationen

Das Projekt wird durchgeführt von einem Konsortium aus IAK, AFC und DEULA-Nienburg. Alle drei Organisationen verfügen über große Erfahrung in der Projektumsetzung, insbesondere in der Ukraine und ergänzen sich durch ihre jeweiligen Schwerpunkte. Diese liegen in den Bereichen Agrarconsulting, Agrarfinanzierung sowie in der Aus- und Fortbildung im Agrarsektor.

Die internationalen Wirtschaftspartner unterstützen das Projekt materiell, zum Beispiel durch die Bereitstellung von moderner Landtechnik und Betriebsmitteln. Schulungen und die Bestellung der Demonstrationsflächen können so mithilfe modernster Technik durchgeführt werden. Die Wirtschaftspartner haben die Möglichkeit, ihre Produkte nicht nur Fachpersonal, sondern auf den Feldtagen auch einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

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